Wien - Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar erneuert Ärztekammer-Präsident Walter Dorner seine Forderung nach einem absoluten Rauchverbot in der Gastronomie und im öffentlichen Raum. In diesem Zusammenhang appelliert er auch an die österreichischen Wirte, im Sinne des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung einer konsequenten Lösung zuzustimmen und sie rasch umzusetzen. Diese Maßnahme sei umso wichtiger, als gerade der Lungenkrebs besonders heimtückisch und gefährlich sei, sagte der Ärztepräsident. Jährlich sterben rund 1.200 Frauen und 2.500 Männer an einem Lungenkarzinom.
"Ein gesunder Lebensstil, besonders gesunde Ernährung, Bewegung und der Verzicht auf Zigaretten sind die wichtigsten Maßnahmen, um dem Krebs vorzubeugen", erklärte Dorner. Leider würde die Gefahr des Passivrauchens noch immer unterschätzt. Dabei sei die gemessene Feinstaubbelastung in verrauchten Lokalen ähnlich wie in der Nähe mehrspuriger Schnellstraßen, so der Ärztekammer-Chef. Er wies darauf hin, dass das Risiko, an Krebs zu erkranken, mit Lebensstilmaßnahmen insgesamt um 36 Prozent gesenkt werden könne.
Darüber hinaus empfehle sich die Gesundenuntersuchung, die Personen ab 18 Jahren einmal jährlich kostenfrei zur Verfügung stehe. "Leider nutzen noch immer zu wenige Menschen das Angebot", bedauerte der Ärztekammer-Chef. So würden nur 12 Prozent der Anspruchsberechtigten zur Vorsorgeuntersuchung gehen.
Spezielle Vorsorge sei laut Dorner bei den häufigsten Krebserkrankungen angesagt - Brustkrebs bei den Frauen und das Prostatakarzinom bei den Männern.
Weiterführende Informationen zur Gesundenuntersuchung für Erwachsene finden Sie unter folgendem Link:
www.wien.gv.at/ma15/unter.htm Quelle: ots 1.2. 2010/ Österreichische Ärztekammer |