|
18:30, 19. Mai 2011 (CEST) erläutert das Symptom der Appetitlosigkeit; zur Essstörung siehe bitte Anorexia nervosa.
Die Anorexie (Kunstwort, zusammengesetzt aus a privativum und griech. ??e??? „Verlangen“), auch die Inappetenz (abgeleitet von lateinisch appetitus „das Verlangen“ und in- als verneinende Vorsilbe), ist der medizinische Fachbegriff für Appetitlosigkeit. Die Magersucht (Anorexia nervosa), eine psychisch bedingte Sonderform der Anorexie, wird manchmal ebenfalls verkürzend als „Anorexie“ bezeichnet, was medizinisch gesehen jedoch nicht korrekt ist.
Symptome und Beschwerden Bei Anorexie kommt es zum Verlust des Appetits oder des Verlangens nach Nahrung. Bei länger andauernder Anorexie lässt das Hungergefühl nach und es kommt zu schweren körperlichen Schäden.
Ursachen Anorexie kann als Symptom zum Beispiel bei fast allen schweren Infektionskrankheiten auftreten, aber auch bei Tumorerkrankungen, bei dauerhaftem Missbrauch psychoaktiver Substanzen oder als eigenständige psychische Störung (Anorexia nervosa, Magersucht).
Folgen und Komplikationen Anorexie kann lebensgefährlich werden und schwere körperliche Schäden verursachen. Sie führt zu Mangel an Nährstoffen mit Abbau von Körpergeweben (Katabolismus), Abmagerung (Inanition) bis hin zum Marasmus (Energie- und Proteinmangel) oder zur Kachexie (krankhaft starke Abmagerung). Schnell eintretende Folgen einer Anorexie sind insbesondere an den Organen mit hoher Stoffwechselaktivität und Bausteinen mit kurzer Halbwertszeit sichtbar, etwa ein Albuminmangel im Blut mit der Bildung von Ödemen (? Hungerödem).
Behandlung Die Behandlung einer Anorexie richtet sich nach der Ursache.
Weblinks
|