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Kinder- und Jugendanwaltschaft und Psychosozialer Dienst Wien bieten in Zukunft rechtlich und therapeutische Hilfe

Wien (OTS) - "Als Stadt war und ist es unsere Pflicht, unsere Verantwortung wahrzunehmen, geschehenes Unrecht ohne Relativierung anzuerkennen und uns dafür zutiefst zu entschuldigen. Das Leid der Betroffenen kann nicht rückgängig gemacht werden, aber wir haben viel unternommen um eine Entstigmatisierung der Betroffenen zu gewährleisten und den Opfern finanzielle und therapeutische Hilfestellung zu geben. Auch nach dem Ende des Projekts "Hilfe für Opfer von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt" wird die Stadt Wien Opfern auch weiter Hilfestellung anbieten“, betont Stadträtin Sonja Wehsely.

Die Stadt Wien hat im April 2010 nach Bekanntwerden von Gewalt- und Missbrauchsvorwürfen in Heimen der Stadt unverzüglich mit der Aufarbeitung des dunklen Kapitels der Wiener Jugendwohlfahrt begonnen. Die Opferschutzeinrichtung Weisser Ring wurde als Anlaufstelle eingerichtet und übernimmt bis heute die Betreuung der Betroffenen sowie die unbürokratische Abwicklung der therapeutischen, rechtlichen und finanziellen Hilfestellungen. Alle Betroffenen, die in Einrichtungen des Wiener Jugendamtes gelebt haben und dort Gewalt erleben mussten, konnten und können sich bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft melden.

Von der MAG ELF wurden mehrere historische Studien in Auftrag gegeben, um der Geschichte der ehemaligen Heim- und Pflegekinder eine Stimme zu geben. Im Jahre 2012 legte die Historikerkommission unter der Leitung von Univ. Prof. Sieder einen umfangreichen Bericht über die Erziehungskonzepte, Organisationsstrukturen und alltägliche Erziehungspraktiken in Wiener Erziehungsheimen vor. Im Juni 2013 präsentierte die Kommission Wilhelminenberg unter der Leitung von Dr.in Babara Helige den Abschlussbericht über das Kinderheim Wilhelminenberg. Ebenfalls im Juni 2013 wurde die Ergebnisse der Pflegekinder-Studie des Forschungsinstituts des FH-Campus Wien, Leiterin FH-Prof. ...
Quelle: OTS0057, 10. Feb. 2016, 10:27

Der Dokumentarfilm »Liebe Geschichte« von Klub Zwei, Simone Bader & Jo Schmeiser, kommt am 4. März ins Wiener Stadtkino. Im Film sprechen weibliche Nachkommen von Nazitäterinnen und -tätern kritisch über ihre Familiengeschichte und den aktuellen Umgang damit. Individuelle und gesellschaftliche Prägungen werden gemeinsam behandelt. Ein zentrales Thema ist die Ambivalenz, mit der die Protagonistinnen den Tätern und Täterinnen gegenüberstehen.

PRESSESTIMMEN:

»Liebe Geschichte, das liest sich wie eine besonders herzliche Adressierung des Gewesenen - eine Lektüre, die durch den internationalen Titel (Love History) aber gleich wieder durchgestrichen wird. Die englische Übersetzung legt es näher, Intimität und Gedächtnisbildung in gegenseitiger Spannung zu verstehen
(Liebe - Geschichte): im Sinne jener nicht stillstellbaren Ambivalenz, mit der die jüngste Befragte, Lenka Reschenbach, ihren verstorbenen Großvater gleichzeitig als lieben Opa und als begeisterten Nazi und Nachkriegs-Antisemiten zu erinnern versucht.« (Joachim Schätz)
»This film makes people think unconsciously.« (Samson Munn)

ANGEBOT:

Wir bieten interessierten Gruppen aus dem psychosozialen Bereich ermäßigten Kinobesuch und anschließende Diskussion mit Protagonistinnen und Regisseurinnen an.

KONTAKT:

Jo Schmeiser (Regie)
0699-120-41-306
vor.red@sil.at

TERMINE UND BEGLEITVERANSTALTUNGEN:

Klub Zwei und StadtkinoFilmverleih präsentieren:

»Liebe Geschichte« ab 4. März 2011 im Stadtkino Wien Ein Dokumentarfilm von Klub Zwei: Simone Bader und Jo Schmeiser
Bildgestaltung: Sophie Maintigneux; Montage: Karin Hammer 35mm, 98 Min., A 2010

SYNEMA – Gesellschaft für Film und Medien & StadtkinoFilmverleih präsentieren:

»Liebe Geschichte« im Gespräch
Zwei Abende mit Film und Diskussion
Stadtkino, Schwarzenbergplatz 7-8, 1030 Wien

Samstag, 5. März 2011, 19:30 Uhr
Sophie Maintigneux und Michael Loebenstein:
»Menschen, ...


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