News > Neues Verfahren zur Nieren-Transplantation

am 8.3.2012
"Durch eine spezielle Stammzelltherapie ist es US-Forschern gelungen, die Immunreaktion bei Patienten nach einer Nierentransplantation zu unterdrücken. Bei dem Verfahren wird gleichsam zusätzlich zu dem Organ auch das Immunsystem des Spenders auf den Empfänger übertragen: Er erhält aufbereitete Knochenmarksstammzellen des Spenders, die dann in seinem Körper passende Immunzellen bilden. Normalerweise müssen Patienten starke Medikamente einnehmen, die eine Abstoßung des fremden Organs verhindern, indem sie das eigene Immunsystem unterdrücken. Einige Teilnehmer der neuen Studie konnten dagegen nach der Therapie darauf verzichten, berichten die Wissenschaftler.

Die Aufgabe des Immunsystems ist es, alles Fremde im Körper zu erkennen und zu beseitigen. Doch was uns so erfolgreich vor Infektionen bewahrt, wird bei der Transplantationsmedizin zum Problem: Das Immunsystem akzeptiert ein Organ eines anderen Menschen in der Regel nicht und bekämpft es. Diese Reaktion ist dabei umso stärker, je unterschiedlicher das Erbgut von Spender und Empfänger ist. Um ein Organversagen zu vermeiden, müssen Patienten nach einer Transplantation deshalb ihr Leben lang sogenannte Immunsuppressiva einnehmen, die Abstoßungsreaktionen unterdrücken. Konkret sind das etwa 15 bis 25 Tabletten pro Tag, die teils schwere Nebenwirkungen wie Bluthochdruck, Diabetes und ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringen. Das neue Verfahren könnte nun helfen, dieses Problem zu vermeiden oder zumindest einzudämmen.

Bei Nierentransplantationen ist nicht zwingend das Organ eines Verstorbenen nötig – häufig willigt der Spender auch gezielt ein, eine Niere abzugeben, denn eines der doppelt vorhandenen Organe reicht zum Leben aus. Für das neue Verfahren erlaubten die Spender nun zusätzlich, sich Knochenmarksstammzellen entnehmen zu lassen. Aus ihnen entwickeln sich die Immunzellen des Körpers, sie sind also die Grundlage des menschlichen Immunsystems [...]"

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachfolgenden Link:

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/315199.html
Quelle: wissenschaft.de Newsletter 08.03.2012


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