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"Mehr als 40 Jahre lang galt die Empfehlung, Säuglinge in Bauchlage schlafen zu lassen, um das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod zu minimieren. Tatsächlich verstarben dadurch mehr Babys. Seit die Rückenlage propagiert wird, sind die Todesfälle zurückgegangen.

Die Geschichte der Entdeckung der Bauchlage als Risikofaktor für den plötzlichen Säuglingstod ist eine Geschichte von Irrwegen. Während diese Erkenntnis mehr als 40 Jahre lang auf Anerkennung wartete, kostete die Schlafposition Bauchlage mehrere tausend Babys das Leben.

Der plötzliche Säuglingstod (Sudden Infant Death Syndrom, SIDS), der zumeist in der Schlafzeit auftritt, bleibt heutzutage noch ein unzulänglich beschriebenes und unentschlüsseltes Ereignis. Das Sinnvollste, um solche unvorhersehbaren Ereignisse zu vermeiden, ist es, Risikofaktoren zu identifizieren. Dabei kann man auf gefährliche Irrwege geraten. [...]"

Quelle: Rechtsmedizin 2011, 21: 518

springermedizin.de, Ärzte Woche 25 /2012
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Quelle: SpringerMedizin.at - Newsletter 28.06.2012

Das Baby schreit. Alle Bemühungen, es zu beruhigen, scheitern. Der Vater bzw. die Mutter spürt Verzweiflung und Aggressionen aufkommen und den Impuls, das schreiende Baby zu schütteln. Gibt der Erwachsene diesem Impuls nach, bringt er sein Kind in Lebensgefahr. Fünf bis zehn Sekunden Wutablassen genügen, um beim Baby oder Kleinkind irreparable Hirnschäden zu hinterlassen oder es sogar zu töten.

Durch das Hin- und Herpendeln des Kopfes, die Beschleunigungs- und Abbremsbewegungen, reißen die zarten Blutgefäße im Gehirn, es kommt zu Quetschungen und Schwellungen. Das "Shaken-Baby-Syndrom" wurde erstmals in den 1970er Jahren beschrieben. Das Schütteln stellt eine besonders heimtückische Form der Kindesmisshandlung dar, weil die Schäden äußerlich kaum sichtbar und die Folgen sehr gravierend sind. Das Bewusstsein über die Gefährlichkeit ist bei Eltern und Kinderbetreuern kaum vorhanden.

Die "Dimensionen" gehen der Frage nach, was medizinisch gesehen beim Schütteln passiert, welche Symptome sich erkennen lassen und welchen Zusammenhang es zum "plötzlichen Kindstod" gibt. Weiters wird beleuchtet, unter welchen Umständen es zu dieser Misshandlung kommt und wie Eltern von Schreibabys geholfen werden kann. Thematisiert werden dabei auch die tabuisierten Aggressionsgefühle gegen Babys.
Quelle: oe1.orf.at/programm 22.3. 2010


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